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2-2018

  • Text
  • Medizinelektronik
  • Medizintechnik
Fachzeitschrift für Medizintechnik-Produktion, Entwicklung, Distribution und Qualitätsmanagement

Die DNA von Metrofunk

Die DNA von Metrofunk behält bei radikalen Reaktionen die Nerven Metrofunk Kabel-Union GmbH D-12111 Berlin, Tel. 030 79 01 86 0 info@metrofunk.de – www.metrofunk.de

Editorial Additive Manufacturing geschieht jetzt, man kann entweder davon profitieren oder nur zuschauen Stephan Zeidler, Business Development Manager Medical, Concept Laser a GE Additive company Die meisten Unternehmen sind sich der disruptiven Eigenschaft additiver Fertigungstechniken sehr wohl bewusst. Designfreiheit, funktionaler Zusatznutzen, schnelle Produktenwicklung (time to market), flexiblere Fertigungsmöglichkeiten und weniger Produktionsabfall sind Vorteile die kaum zu ignorieren sind. Gleichwohl meinen 53 % der Teilnehmer einer jüngst durchgeführten Umfrage für unser globales Innovationsbarometer, dass Additive Manufacturing (AM) noch längst nicht sein volles Potenzial entwickelt hat. „Angst vor dem Unbekannten“ ist sicher ein Thema, wenn es um die breite Akzeptanz von AM geht, auch in der Medizintechnik. Dies und fehlendes Know-how, in Form von Fachkräften mit entsprechenden Design- und Produktionsfertigkeiten, zur Implementierung der additiven Technologie in Unternehmen stellen noch immer eine Eintrittsbarriere dar. Die Vielzahl der 3D-Verfahren und „Drucker“, ihre spezifischen Eigenschaften und fehlendes Know-how können vor allem in einem derart regulierten Umfeld wie der Medizintechnik auf den ersten Blick abschrecken und den Einstieg problematisch erscheinen lassen. Heutige Designs / Produkte basieren meist noch auf den Möglichkeiten herkömmlicher Produktionsverfahren, welche den Medizinprodukten im Grunde unnötige Designbeschränkungen aufzwingen. Mit AM steht nun eine Technologie bereit, welche die bisherigen Konstruktions- und Fertigungsgrenzen leichter denn je überwinden lässt. Durch die Gestaltung poröser Strukturen ist es beispielsweise möglich einen Zusatznutzen zu schaffen, und damit die Osseointegration zu fördern und gleichzeitig die mechanischen Eigenschaften eines Implantats so einzustellen, dass es die Eigenschaften des Knochens imitiert und letztendlich das „stress-shielding“ minimiert wird. Die Verfügbarkeit der richtigen Maschine in Kombination mit dem geeigneten Material ist für den Prozess entscheidend. Doch fertigungsgerechtes Design und die Wahl der richtigen Prozessparameter sind mindestens genauso wichtig, um die Vorteile der Technologie voll auszuschöpfen. Abhängig von der jeweiligen medizintechnischen Anwendung sind eine Reihe von Variablen hinsichtlich Größe und Funktion des Bauteils, der Datenvorbereitung, der Bauprozessparameter, der Nachbearbeitung und nicht zuletzt auch der Erfüllung regulatorischer Anforderungen zu berücksichtigen. AM zeichnet sich dadurch aus, dass es die Produktion komplexer Bauteile aus teuren Materialien wirtschaftlich macht. Im Gegensatz zu abtragenden Fertigungstechniken wird annähernd die Materialmenge verbraucht, welche für die Erstellung des eigentlichen Bauteils selbst notwendig ist. Der Materialabfall und die Materialkosten werden dadurch erheblich minimiert. Die Anzahl der Unternehmen welche sich ernsthaft mit AM auseinandersetzt nimmt aufgrund der bereits bestehenden Anwendungen und Fallstudien stetig zu, so dass in fast jeder F&E-Abteilung „additiv“ ein Thema ist. In der Medizintechnik ist AM inzwischen auf einem guten Weg sich als zusätzliche Fertigungsmethode zu etablieren. Wir befinden uns in einer Phase des Übergangs vom Prototypenbau zur Serienproduktion. Um die Eignung von AM für ein Unternehmen zu beurteilen, ist sowohl die direkte Konfrontation mit der Technologie als auch das Gespräch mit Experten unerlässlich. Die überwiegende Mehrheit der Anwender ist dabei auf die unterstützende Beratung der Anlagenhersteller angewiesen oder kooperiert mit einem auf AM spezialisierten Partner, um sowohl eine kostengünstige Umsetzung als auch eine wirtschaftliche Produktion sicherzustellen. Alleingänge beim Einstieg in AM sind in vielen Fällen mit einem erheblichen Mehraufwand an Zeit und Kosten verbunden – was sich die meisten Unternehmen nicht leisten können. Als Schlüsselindustrie ist die Medizintechnik unterdessen zur treibenden Kraft für die AM-Industrie avanciert. Hier ist die Serienproduktion von patientenspezifischen Implantaten oder Standardimplantaten für einige Unternehmen bereits schon Alltag. In wenigen Jahren wird sich AM in der gesamten Branche zweifellos auf noch breiterer Ebene etabliert haben. Unternehmen, die diese Herausforderung heute bereits annehmen, erarbeiten sich derzeit einen wertvollen Wettbewerbsvorsprung und gestalten die Medizintechnik von morgen aktiv mit, anstatt nur zu zuschauen. Stephan Zeidler meditronic-journal 2/2018 3

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