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3-2016

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Fachzeitschrift für Medizintechnik-Produktion, Entwicklung, Distribution und Qualitätsmanagement

Aktuelles 10. Compamed

Aktuelles 10. Compamed Frühjahrsforum Das 10. Compamed Frühjahrsforum richtet in seinem Jubiläumsjahr den Fokus auf die individualisierte Medizin als Megatrend. Prävention Das Frühjahrsforum gab einen Ausblick auf die Trends, die dann auf der Compamed im November in Düsseldorf präsentiert werden. IVAM e.V. Fachverband für Mikrotechnik info@ivam.de www.ivam.de Individualisierte Medizin bedeutet, dass sich Diagnose und Therapie am Krankheitsverlauf des Patienten und seinen persönlichen Bedürfnissen orientieren. Dies soll die Kosten im Gesundheitswesen senken und die Lebens qualität der Menschen steigern. Ausgangspunkt sind die immer größer werdende Zahl chronisch kranker Menschen und die stark ansteigenden Kosten im Gesundheitswesen. Im Mittelpunkt der Diskussion stand die Frage, ob und wie die Mikro- und Nanotechnologien innovative Lösungen zur individualisierten Behandlung bieten können. Horst Giesen, Messe Düsseldorf, und Matthias Lorenz, AEMtec und Vorstandsmitglied des IVAM- Fachverbandes für Mikrotechnik, eröffneten die Jubiläumsveranstaltung, die im Frankfurter Airport-Center stattfand. Keynote In der Keynote schilderte Dr. Florian French, Philips, die gegenwärtige Situation in Gesellschaft und Gesundheitswesen. Unsere überalterte, immer kränker werdende Gesellschaft verlangt nach bezahlbaren Lösungen, die trotzdem eine qualitativ hochwertige Versorgung ermöglichen. Daraus leiten sich drei Haupttrends ab: Kommoditisierung, Miniaturisierung und vernetzte Endgeräte. Die Ziele der medizinischen Entwicklung sollen • die stationären Aufenthalte verkürzen • den Pflegeaufwand reduzieren • die Selbständigkeit erhalten oder so weit wie möglich wieder herstellen • die Lebensqualität erhöhen Ansatzpunkte finden sich in der Diagnostik, bei Implantaten/Prothesen, elektronischen Bauteilen und Komponenten sowie in der Biomedizin, wie die folgenden Beispiele zeigen. Der Prävention sollte noch viel mehr Aufmerksamkeit gewidmet werden, da sie eine hohe Lebensqualität erhält und für das Gesundheitswesen am preiswertesten ist. Positiv ist, dass sich immer mehr Menschen für ihre Gesundheit interessieren und neuen Methoden und Geräten gegenüber offen sind. Jeder 5. hat bereits eine Gesundheits- App, Tendenz steigend. Vernetzung und Digitalisierung ermöglichen lückenloses Monitoring, sei es mit Smart watches, Fitness-Trackern oder mit dem Smartphone. Mit den entsprechenden Sensoren können unterschiedliche Parameter aufgenommen, per Software ausgewertet und wireless beispielsweise an das Smartphone, iPad oder den Rechner übertragen werden. Dies ermöglicht die optimale Betreuung des Trainings. Ausreißer oder ungewöhnliche Zustände werden sofort erkannt. Telemedizin Chronisch kranke Menschen werden durch das Monitoring unterstützt. Das vermittelt Sicherheit. So können beispielsweise Vitaldaten mit Hilfe entsprechender Geräte erfasst, durch eine Software aufbereitet und an den Arzt oder Pflegedienst weitergeleitet werden. Zusätzlich erfolgt die Speicherung in einer zentralen Patientenakte. Eine Software beurteilt die Werte und gibt bei Ausreißern und gefährlichen Trends Alarm. So kann schnell Abhilfe geschaffen werden, möglicherweise bevor der Patient die Probleme bemerkt. Zusätzlich ist eine Fernbehandlung durch eine Audio-Video-Kommunikation möglich, was eventuell die Fahrt zum Arzt erspart. Dies ist heute sehr wichtig, da es in vielen abgele- 6 meditronic-journal 3/2016

Aktuelles Die MaalonDrive-Produktlinie von Micromotion: Aufbau einer Getriebebox für medizinische Anwendungen mit Hohlwelle auf der zentralen Drehachse. © Micromotion GmbH genen Landstrichen keine Arztpraxis mehr gibt. Medizinausgabegerät Das Medizinausgabegerät ist ein weiteres Beispiel für Vernetzung. Ist ein Patient mit der Tabletteneinnahme überfordert, wird er momentan von seinen Angehörigen oder dem Pflegedienst unterstützt. Dies ist teuer und zeitaufwändig. Um hier Abhilfe zu schaffen, wurde das Medizinausgabe gerät entwickelt und zur Serienreife gebracht. Es wird in den Niederlanden bereits sehr erfolgreich eingesetzt und signalisiert dem Anwender, wann er seine Medikamente einnehmen muss. Auf Knopfdruck erhält er alle jetzt zu nehmenden Tabletten, was er seinerseits mit einem Tastendruck bestätigen muss. Tut er das nicht, alarmiert das Gerät den Pflegedienst, der sich dann umgehend meldet. Außerdem ist das Gerät mit dem Arzt, der Apotheke und dem Blisterzentrum vernetzt, sodass immer genügend Medikamente vorhanden sind. Der behandelnde Arzt hat auch Zugriff auf die Medikamentendaten und kann diese bei Bedarf online ändern, was dann sofort umgesetzt wird. Diagnostik Momentan ist das Gros der Diagnostik zeitaufwändig, teuer und kann nur von geschultem Personal durchgeführt werden. Der Trend geht hin zur Diagnose am Patienten vor Ort, dem POC (Point of Care). Dafür sind mobile einfach zu handhabende Analysegeräte, die schnell viele Parameter, ohne aufwändige Probenvorbereitung testen können, nötig. Die zu Getriebe der MaalonDrive-Produktlinie von Micromotion mit einem maximalen Außendurchmesser von 6 mm © Micromotion GmbH bestimmenden Proben sind hierbei möglichst minimal invasiv oder nicht invasiv zu entnehmen. Dies bedeutet, dass sich die Bestimmungen auf Materialien wie Speichel, Urin oder Blut aus der Fingerbeere beziehen, nicht wie bisher auf venöses Blut. Dr. Giorgio c. Mutinati, AIt Austrian Institute of Technology stellte mit dem DIAGoras eine mikrobiologische Point-of-care- Diagnostik-Plattform vor, mit der Infektionen und Atemwegserkrankungen, sowie Antibiotikaresistenzen bestimmt werden können. Das Gerät ist kompakt und enthält in den LabDisks für die Analyse bereits alle Materialien, die zur Bestimmung der Tests notwendig sind. Der Bediener muss nur noch die entnommene Probe zugeben. Das Gerät arbeitet dann voll automatisch und gibt die interpretierten Daten aus. Möglich ist dies durch magnetisches nanopartikel-basiertes Biosensing. Diese Methode ist für Speichelproben und Serumproben geeignet und gibt nach ca. 5 Minuten bei minimaler Probenvorbereitung das Ergebnis aus. Durchfluss-Zytometrie Ein weiteres Beispiel ist die magnetische Durchfluss-Zytometrie. Das Immunsystem bietet vielfältige Informationen, die heute nur bei Leukämiediagnostik oder Allergien verwendet werden. Die Funktion lebender Zellen bestimmen zu können, wäre ein großer Vorteil in der Diagnostik. Dazu müssten erst einmal die Zellen separiert werden, was heute nur mit einem teuren, aufwändigen und zeitintensiven Verfahren möglich ist. Nachteilig für die momentanen Analysen sind die aufwändige und damit fehlerträchtige Vorbereitung des Blutes sowie das Verfallsdatum meditronic-journal 3/2016 7

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© beam-Verlag Dipl.-Ing. Reinhard Birchel