Herzlich Willkommen beim beam-Verlag in Marburg, dem Fachverlag für anspruchsvolle Elektronik-Literatur.


Wir freuen uns, Sie auf unserem ePaper-Kiosk begrüßen zu können.

Aufrufe
vor 4 Jahren

8-2014

  • Text
  • Bild
  • Frequenzen
  • Digital
  • Wireless
  • Software
  • Simulation
  • Anwendungen
  • Agilent
  • Microwave
  • Bauelemente
  • Mikrowellentechnik
HF-Praxis 8/2014

HF-Technik Bild 5:

HF-Technik Bild 5: Nebenempfangsstelle innerhalb des digitalen Kanals Auswahl des richtigen Mischers Bei der Auswahl eines Mischers mit großen IP3 müssen auch andere wichtige Parameter, einschließlich LO-Pegel, Entkopplung und Nebenwellenverhalten, berücksichtigt werden. Für Anwendungen, bei denen Nebenwellenverhalten und Entkopplung sekundäre Bedeutung gegenüber dem IP3 haben, ist ein unsymmetrischer Mischer mit dem höchsten IP die beste Wahl. Für Anwendungen, bei denen Nebenwellen kritisch sind, ist ein Doppelbalance-Mischer mit hohem IP3 zweckmäßiger. Dies ist oft der Fall bei einem Empfänger, der über eine weite ZF-Bandbreite abgestimmt werden muss, so dass keine schmalbandigen ZF-Filter verwendet werden können. Bild 6 verdeutlicht die Unterschiede zwischen den simulierten Spektren eines unsymmetrischen Mischers und einem Doppel-Balance-Mischer. Für die Simulation in Bild 6 wurden zwei Signale mit 10 MHz Abstand in den HF-Port des Mischer eingespeist, das gewünschte 100-MHz-ZF- Signal kann man dann am Spektrum-Analyzer-Ausgang sehen. Bild 6(a) zeigt das Verhalten des unsymmetrischen Mischers HMC400MS8(E), der einen ausgezeichneten IP3 von ungefähr 35 dBm und eine 2x2-Nebenwellenunterdrückung von 59 dBc aufweist. Wie erwartet bewirkt der hohe IP3, dass die IM-Produkte dritter Ordnung nur in der Höhe des Rauschflurs liegen, während die Produkte zweiter Ordnung deutlich sichtbar mit ihren erwarteten Pegeln zu sehen sind. Es wurden Messungen durchgeführt, um den Einfluss des IP3 und des Nebenwellenverhaltens auf einen CDMA-Kanal zu untersuchen. Bei einem CDMA- Signal sind die Intermodulationsprodukte dritter Ordnung für die „Schultern“ des ZF-Signals verantwortlich und beeinflussen direkt das ACPR. Bild 7 zeigt das ZF-Ausgangssignal des Mischers HMC400MS8(E) bei Ansteuerung mit einem starken CDMA- Signal mit einem Pegel von +6 dBm auf der Frequenz 1,85 GHz in Kanalmitte. Das ACPR wurde mit –64 dBc am ZF-Ausgang gemessen. In Bild 7(b) wurde der HMC316MS8(E) vom gleichen CDMA-Signal angesteuert. Der Einfluss des Mischer-IP3-Wertes, der hier 10 dB niedriger als der des HMC400MS8 ist, kann klar aus dem schlechteren ACPR ersehen werden. Um den Einfluss von Nebenwellen auf den CDMA-Kanal beobachten zu können, wurde eine SPECTRASYS-Simulation durchgeführt, um die Nebenwellen innerhalb des CDMA-Kanals zu sehen. In Bild 8 werden die beiden Mischer hinsichtlich ihres 2x2-Nebenwellenverhaltens verglichen. Die Kurven in Bild 8 zeigen ganz eindeutig das überlegene Verhalten des HMC316MS8(E). Bild 9 zeigt die Messung des EVM bei beiden Mixern unter dem Einfluss von Nebenwellen im CDMA-Kanal. Für diese Messung wurde ein Interferenzsignal mit +4 dBm auf 2 GHz in den HF-Port des Mischers, zusammen mit dem CDMA-Signal mit –8,6 dBm Kanalleistung, eingespeist. Das Interferenzsignal wurde ein- und ausgeschaltet, um den Einfluss auf den gemessenen EVM-Wert beobachten zu können. In Bild 9a wurde der EVM des HMC316MS8(E) mit 3,4% gemessen bei eingeschaltetem Interferenzsignal und Bild 6: ZF-Ausgangsspektrum der Mischer HMC400MS8(E) (links) und HMC316MS8(E) (rechts). Bild (6b) zeigt den Doppel-Balance- Mischer HMC316MS8(E) mit einem Eingangs-IP3 von +25 dBm und einer 2x2-Nebenwellenunterdrückung von 77 dBc. Der Kompromiss zwischen Eingangs-IP3 und Nebenwellenverhalten ist deutlich sichtbar. 26 hf-praxis 8/2014

HF-Technik Bild 7: CDMA-Ausgangsspektren des HMC400MS8(E) (links) und des HMC316MS8(E) (rechts) Bild 8: Simuliertes Nebenwellenverhalten des HMC400MS8(E) (links) und des HMC316MS8(E) (rechts) 3,4% ohne. In Bild 9(b) zeigt der HMC400MS8(E) einen EVM- Wert von 3,4% ohne Interferenzsignal , aber eine beachtenswerte Verschlechterung auf 4,16% bei vorhandenem Interferenzsignal. IP3-Verhalten für die Linearität des Empfängers kritisch ist, ist ein gutes Nebenwellenverhalten des Mischers ebenso wichtig, um die Qualität des digitalen Kanals zu erhalten. Software SPECTRASYS, RF and Microwave Linear Simulation software, Eagleware Corporation, Norcross, GA ◄ ■ Hittite Microwave Corporation www.hittite.com Fazit Die Erhöhung der Linearität und des Dynamikbereichs eines zellularen Empfängers führt zu verbessertem Systemverhalten, ersichtlich aus den verringerten BER- und EVM-Werten. Der Dynamikbereich des Empfängers ist abhängig von der Linearität des Receiver-Front-ends, das den Mischer einschließt. Die Verwendung von Mischern mit hohem IP3 verbessert die ACPR-, EVM- und BER-Werte des Empfängers. Während das Bild 9: Gemessenes EVM-Verhalten des HMC316MS8(E) (links) und des HMC400MS8(E) (rechts) hf-praxis 8/2014 27

Fachzeitschriften

10-2019
9-2019
4-2019
3-2019
4-2019

hf-praxis

9-2019
8-2019
7-2019
6-2019
5-2019
4-2019
3-2019
2-2019
1-2019
EF 2019-2020
Best_Of_2018
12-2018
11-2018
10-2018
9-2018
8-2018
7-2018
6-2018
5-2018
4-2018
3-2018
2-2018
1-2018
EF 2018/2019
12-2017
11-2017
10-2017
9-2017
8-2017
7-2017
6-2017
5-2017
4-2017
3-2017
2-2017
1-2017
EF 2017/2018
12-2016
11-2016
10-2016
9-2016
8-2016
7-2016
6-2016
5-2016
4-2016
3-2016
2-2016
1-2016
2016/2017
12-2015
11-2015
10-2015
9-2015
8-2015
7-2015
6-2015
5-2015
4-2015
3-2015
2-2015
1-2015
12-2014
11-2014
10-2014
9-2014
8-2014
7-2014
6-2014
5-2014
4-2014
2-2014
1-2014
12-2013
11-2013
10-2013
9-2013
8-2013
7-2013
6-2013
5-2013
4-2013
3-2013
2-2013
12-2012
11-2012
10-2012
9-2012
8-2012
7-2012
6-2012
4-2012
3-2012
2-2012
1-2012

PC & Industrie

10-2019
9-2019
1-2-2019
8-2019
7-2019
6-2019
5-2019
4-2019
3-2019
EF 2019
EF 2019
12-2018
11-2018
10-2018
9-2018
8-2018
7-2018
6-2018
5-2018
4-2018
3-2018
1-2-2018
EF 2018
EF 2018
12-2017
11-2017
10-2017
9-2017
8-2017
7-2017
6-2017
5-2017
4-2017
3-2017
1-2-2017
EF 2017
EF 2017
11-2016
10-2016
9-2016
8-2016
7-2016
6-2016
5-2016
4-2016
3-2016
2-2016
1-2016
EF 2016
EF 2016
12-2015
11-2015
10-2015
9-2015
8-2015
7-2015
6-2015
5-2015
4-2015
3-2015
2-2015
1-2015
EF 2015
EF 2015
11-2014
9-2014
8-2014
7-2014
6-2014
5-2014
4-2014
3-2014
2-2014
1-2014
EF 2014
12-2013
11-2013
10-2013
9-2013
8-2013
7-2013
6-2013
5-2013
4-2013
3-2013
2-2013
1-2013
12-2012
11-2012
10-2012
9-2012
8-2012
7-2012
6-2012
5-2012
4-2012
3-2012
2-2012
1-2012

meditronic-journal

3-2019
2-2019
1-2019
4-2019
5-2018
4-2018
3-2018
2-2018
1-2018
4-2017
3-2017
2-2017
1-2017
4-2016
3-2016
2-2016
1-2016
4-2015
3-2015
2-2015
1-2015
4-2014
3-2014
2-2014
1-2014
4-2013
3-2013
2-2013
1-2013
4-2012
3-2012
2-2012
1-2012

electronic fab

3-2019
2-2019
1-2019
4-2018
3-2018
2-2018
1-2018
4-2017
3-2017
2-2017
1-2017
4-2016
3-2016
2-2016
1-2016
4-2015
3-2015
2-2015
1-2015
4-2014
3-2014
2-2014
1-2014
4-2013
3-2013
2-2013
1-2013
4-2012
3-2012
2-2012
1-2012

Haus und Elektronik

4-2019
3-2019
2-2019
1-2019
4-2018
3-2018
2-2018
1-2018
4-2017
3-2017
2-2017
1-2017
4-2016
3-2016
2-2016
1-2016
4-2015
3-2015
2-2015
1-2015
4-2014
3-2014
2-2014
1/2014
4-2013
3-2013
2-2013
1-2013
4-2012
3-2012
2-2012
1-2012

Mediadaten

2019 deutsch
2019 english
2019 deutsch
2019 english
2019 deutsch
2019 english
2019 deutsch
2019 english
2019 deutsch
2019 english
© beam-Verlag Dipl.-Ing. Reinhard Birchel