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4-2025

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Fachzeitschrift für Elektronik-Produktion - Fertigungstechnik, Materialien und Qualitätsmanagement

DienstleistungEin

DienstleistungEin Gespräch mit dem Fertigungsleiter von ursatronicsInnovationen in der ElektronikfertigungIn einem exklusiven Interview spricht BenjaminTeichert, Fertigungsleiter der ursatronicsGmbH, über die neuesten Entwicklungen inder Elektronikfertigung und welche Herausforderungenund Chancen sich daraus für Unternehmenergeben.Alle reden von KI, Sie auch?Benjamin TeichertBenjamin Teichert: KI ist ein Thema, auf dassich Unternehmen einstellen müssen. Aktuellbeschleunigt sie vor allem Innovationszyklen.Verkürzen sie sich beim Kunden, verändert sichauch unsere Produktwelt schneller. Die Planbarkeitder Fertigung sinkt, neue Baugruppen kommendazu und müssen auf allen Produktionsstufenvorbereitet werden; Teilespektren ändernsich. All dem müssen wir Rechenschaft tragen.Unternehmen stehen unter Druck, die aktuellentechnologischen Entwicklungen mitzugehen. Nvidiakennt man wahrscheinlich noch als Herstellervon Grafikkarten, heute ist das UnternehmenWeltmarktführer im Bereich des KI-Computings.Der Marktwert ist explodiert. Das hatten wohldie Wenigsten auf dem Schirm.Benjamin Teichert: Bei uns gilt es, den extremenProduktmix unter Kontrolle zu halten. Es istherausfordernd, da wir unterschiedlichste Baugruppenin verschiedenen Stückzahlen herstellenund dafür in der Fertigung jeden Tag hochflexibelsein müssen. Flexibilität beginnt stetsbei der Einkaufsorganisation mit leistungsfähigenBeschaffungswegen und der KundenursatronicsGmbHwww.ursatronics.deWelche aktuellen Entwicklungen sehenSie noch in der Elektronikfertigung?Benjamin Teichert: Corobotic, wenn Mitarbeiterin der Fertigung von Robotern unterstütztwerden. Das ist deutlich einfacher geworden,da für die Programmierung und Bedienungheute keine Programmierkenntnisse mehr erforderlichsind. Funktionsbausteine wie „öffnen“,„fahren“ oder „absetzen“ können mit Drag andDrop zusammengestellt werden. Mittlerweilegibt es sogar Fertigungslinien, in denen CobotsCobots bauen. Die Mitarbeiter, die das vorhertaten, schulen jetzt die Cobots, bedienen sieund beseitigen Fehler. Sie können ihre Wertschöpfungdamit erheblich erhöhen.Cobots eignen sich auch optimal für Prüfaufgaben:Wenn 1000 Baugruppen händisch geprüftwerden müssen, nimmt das Tage in Anspruch.Ein Prüfroboter kann das in einer Nacht erledigen.Gerade in Zeiten des Fachkräftemangelskönnen sie die Fertigung intelligent unterstützen.Vor drei Jahren wurde der ChipherstellerXilinx von AMD übernommen. Wasbedeuten solche Fusionen für den Markt?Benjamin Teichert: Durch den Zusammenschlussvon Herstellern und Distributoren gewinnensie an Marktpräsenz und Macht. Im Fallvon Xilinx und AMD wurden direkt 1000 Artikelaus dem Programm gestrichen. So sind Unternehmenzu Neuentwicklungen gezwungen. EinTreiber für Innovation sind zudem klare Verfügbarkeitsenddaten:Beim Material in der Elektronikgibt es zwei signifikante Daten, last timebuy und last time ship. Die letzte Gelegenheitein Teil zu kaufen und das letzte Mal, dass esgeliefert wird. Damit ist das Lebensende einerBaugruppe erreicht. Mit dem Abkündigen wollenHersteller ihre Stückzahlen steigern unddas Portfolio straffen; neue Entwicklungenanstoßen und einzelne Bauteile weiterentwickeln,so dass neue Produkte besser, schnellerund günstiger hergestellt werden können.Schneller, besser –und vermutlich auch kleiner?Benjamin Teichert:Ja. Die Miniaturisierung istein Dauerthema in der Branche. Alles wird kleinerund schneller, die Taktrate wird in den kommendenJahren weiter zunehmen. Das Moore‘scheGesetz aus den 60ern besagt, dass sich dieLeis tung von Prozessoren etwa alle 1,5 Jahreverdoppelt. Das trifft heute noch zu. Die neuestenEntwürfe des iPhones 17 sehen vor, dass esnoch dünner werden soll und fast keine Gerätestärkemehr vorhanden sein wird: Diese Trendsaus der Konsumerelektronik – kleinere Geräte,mehr Leistung – schlagen auch auf die Industrieelektronikdurch, wenn auch nicht in der Deutlichkeit.Hier kommt es nicht auf jeden Kubikzentimeteran; die Größe ist kein Verkaufsargumentwie beim Endkunden, vielmehr ist die Leistungdes Gesamtgeräts entscheidend.Was bedeutet das konkretfür die Fertigung?Benjamin Teichert: Wie gesagt, die Bauteileund Leiterplatten werden immer kleiner. Früherwaren kleine Teile so groß wie ein Cent, heutebenötigt man eine Lupe. Hinzu kommt, dass dieBaugruppen nicht nur kleiner, sondern auch aufeiner kleineren Fläche stärker bestückt werden.Das bringt die Herausforderung mit sich, die Bauteilerichtig und gut zu setzen – sowohl mit derSMD-Maschine als auch im THT-Bereich. Entsprechendhaben sich die Werkzeuge weiterentwickelt;heute gibt es Nanolötkolben, um dieLötstellen treffen zu können. Die Mikroskopiein der Elektronikfertigung nimmt also zu; manmuss für größere Bilder mehr Technik einsetzen,weil das menschliche Auge allein die Bauteilenicht mehr erkennen kann.Wie wirkt sich das auf die Prüfung aus?Benjamin Teichert: Optische Kontrollenwerden anspruchsvoller, da die Bauteile nichtnur kleiner werden, sondern auch verdecktestatt seitlichen Anschlüssen haben. Damit mussdie Prozessstabilität stärker gewährleistet sein.Die Norm schreibt bei der optischen Inspektionzum Beispiel den Faktor vier vor. Wir verwendenstandardmäßig den Faktor acht. Bei derKontrolle bedeutet das für den Mitarbeiter einVielfaches an Konzentration und Zeit: Wo erfrüher mit einem Bild eine Diafläche in Augenscheinnahm, ist es heute nur noch ein Vierteldavon. Oft verlangt der Kunde eine speziellePrüfung, insgesamt nehmen Prüfungen zu,weil Funktions umfang, Leistungsfähigkeit unddie Komplexität der Schaltungen steigen. ElektronischeFunktions prüfungen sind notwendig,um sicherzustellen, dass das Zusammenspielder Bauteile seinen Zweck erfüllt. Der Dienstleistermuss diesen Anforderungen gewachsensein. Hier sehen wir uns sehr gut positioniert.Welchen alltäglichen Herausforderungenbegegnen Sie noch?8 4/2025

Dienstleistungkommunikation. Man muss Anforderungen undSzenarien genau abstimmen. Dann kann manVorfertigung, Materialbeschaffung und Montageso planen, dass man schnell reagieren, Mengenanpassen oder Varianten herstellen kann,um kurzfristig veränderte Bedarfe zu decken.Sinnvolle Vorfertigungsstufen mit Lagerhaltungsind auch wegen der Kapitalbindung wichtig:Nur langfristig zu beschaffende Materialienmüssen auf Lager sein, aber eine umfassendeLager haltung bindet zu viel Kapital. Die Balancemuss gehalten werden. Hinzu kommt, dass aktuellviele Kunden vorsichtiger sind, kleinere Losgrößenund Gesamtmengen abrufen. In der Fertigungbleibt der Aufwand aber der Gleiche, unabhängigdavon, ob man 20 oder 50 Stück baut.Fertigung und Arbeitsvorbereitung müssen hierdie Effizienz der Maschinen im Griff behalten,um den Output weiterhin zu garantieren.Wie optimieren Sie das Prototyping?Benjamin Teichert:Das Prototyping stelltsicher, dass Baugruppen voll funktionsfähigsind und alle Optimierungsmöglichkeiten ausgereiztwerden. Es endet nicht in einem verkaufsfähigenProdukt, weil der Kunde sich nochin der Entwicklungsphase befindet. Oft ist derZeitdruck hoch, weil Pufferzeiten schnell ausgereiztsind, die Serienproduktion aber anlaufenmuss, um fristgerecht zu produzieren. Änderungswünschemüssen zeitnah integriert werden.Idealerweise hat der Kunde vorab den Billof Materials zur Verfügung gestellt, sodass diefunktions bestimmenden Teile vorrätig sind. Sokönnen wir auf Zuruf mit der Herstellung derMuster beginnen. Hier ist es essenziell, dassdie Kommunikation mit dem Kunden, aber auchdie Kommunikation aus den Abteilungen in dieFertigung stimmt, um auf Änderungen reagierenzu können. Ist ein Fertigungsstand erreicht,wo das nicht mehr möglich ist, machen wir dasProdukt mit händischer Nachpflege passend.Für eine neue Geräteserie zum Beispiel entwickelnund testen wir den Prototypen, industrialisierenihn und überführen ihn in die Fertigung.Er wird ins Prüffeld gebracht, die Prüfungenwerden initialisiert und mit dem Kundenlauffähig gemacht und an das jeweilige GerätDie Kuttig Electronic GmbH ist ein familiengeführter EMS-Dienstleistermit Die Kug Sitz Kug in Roetgen, Electronic in GmbH der Eifel.ist ein familiengeführter EMS-Dienstleistermit Sitz in in Roetgen, in in der Eifel.Seit fast 30 Jahren bietet sie kundenspezifische Lösungen in allenBereichen Seit fast rund 30 Jahren um die bietet Elektronik sie an. kundenspezifische Von der Entwicklung Lösungen über in inTest- allen Engineering, Bereichen rund Layoutservice um die Elektronik und an. Materiallogistik Von der Entwicklung, bis hin des zur Test-SerienfertigungEngineerings, des– alles Layoutservices,aus einer Hand.der Materiallogisk Materiallogisk bis hin zurSerienfergung. Serienfergung. Alles aus einer Hand.Nach dem Motto „Low Volume – High Mix“, liegt der Fokus auf derFertigung Nach dem Moo kleiner Moo "low und volume mittlerer -- high Serien mix", in liegt höchster der Fokus Qualität. auf der Das Fergung Fergung steteWachstum kleiner und milerer milerer und ein Serien treuer in in Kundenstamm höchster Qualität. stehen Das stete für Präzision Wachstum undundein treuer Kundenstamm stehen für Präzision und Zuverlässigkeit in in derZuverlässigkeitgesamten Prozesskee.Prozesskee.in der gesamten Prozesskette.Aktuell plant die Kuttig Electronic GmbH einen Erweiterungsbauebenfalls Aktuell plant am Standort die Kug Kug Roetgen. Electronic Die Tiefbauarbeiten GmbH einen beginnen Erweiterungsbau noch inebenfalls am Standort Roetgen.diesem Jahr.Kug Kug Electronic GmbH Am Vennstein 66 52159 RoetgenTel.+49 Die Kuttig 2471 Electronic 92090-0 GmbH • www.kug.dewww.kug.deAm Vennstein 6 • 52159 Roetgen?+49 2471 92090-0 • www.kuttig.de4/20259

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