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Fachzeitschrift für Industrielle Automation, Mess-, Steuer- und Regeltechnik

Aktuelles Neuer

Aktuelles Neuer Embedded-Computing-Standard COM HPC - Serverpower auf Modulgröße Computer-On-Modules für Embedded Industrial Server Class Computing als Basis für Anwendungen mit KI, 5G und autonomen Fahrzeugen - erste Module und Boards werden für Anfang 2020 erwartet Peter Müller, Vice President Product Center Boards & Modules bei Kontron Kontron www.kontron.de Peter Müller, Vice President Product Center Boards & Modules bei Kontron kommentiert die Hintergründe zur Entwicklung des neuen Computer-On-Module-Standards COM HPC: „Das Datenwachstum ist unaufhaltsam und der kommende Mobilfunkstandard 5G wird es noch beschleunigen. Experten erwarten neue digitale Geschäftsmodelle, die erst durch die hohen Datenübertragungsraten des kommenden 5G-Standards denkbar werden. Anwendungen wie künstliche Intelligenz kommen mit enormem Datenhunger und erfordern die blitzschnelle, algorithmenbasierte Auswertung von riesigen Datenbeständen. IoT-Devices, Sensoren und Aktoren, von denen stündlich mehr ins Internet gehen, produzieren ungeheure Datenmengen beispielsweise aus autonomen Fahrzeugen. Dabei müssen in Sekundenbruchteilen hunderte von Signalen verarbeitet werden. Viele dieser Szenarien spielen sich nicht mehr im geschützten Hochleistungsrechenzentrum oder in der Cloud ab, sondern nahe am Entstehungsort der Daten: am Mobilfunkmasten, an der Fertigungsstraße, in der Lagerhalle, an der Prozessanlage oder in autonomen Fahrzeugen, um nur einige aufzuzählen. Dort, wo bisher schon Embedded Industrial Computer zuverlässig und langlebig ihren Dienst versahen, wird nun ein Vielfaches an Leistungsfähigkeit und Datendurchsatz benötigt. Neue Konzepte Das erfordert auch neue Konzepte für Embedded Computer: Um mit dem hohen Datenaufkommen und der erforderlichen Rechenleistung zur Bearbeitung dieser Daten zurechtzukommen, reichen bestehende Standards zukünftig nicht mehr aus. COM Express, der erfolgreiche und weltweit führende Standard für Computer-On-Modules seit 2005, bietet bereits eine höhere Bandbreite mit dem im Jahr 2016 veröffentlichten Type 7, stößt jedoch für zukünftige High-Performance- Anwendungen an seine Grenzen. Für weniger leistungshungrige Anwendungen wird COM Express weiterleben. Führende Hersteller der Branche wie Kontron haben im Standardisierungsgremium PICMG eine neue Working Group gegründet, um den COM-Standard zukunftsfähig zu machen. Computer-On- Module High Performance Computing, abgekürzt COM HPC (bisheriger Arbeitstitel COM HD), wird den vorhandenen COM Express Standard nach oben ergänzen. COM HPC wird High-End-Server-Prozessoren und bis zu 8 SODIMMS für Speicher unterstützen und eine Verlustleistung vermutlich bis 125 Watt erlauben, wo bisher mit COM Express bei 60 Watt Schluss war. Der neue PCI Express 4.0 Standard wird ebenfalls unterstützt, aber auch der kommende 5.0 Standard, der von COM Express nicht mehr bedient werden kann, weshalb COM HPC mit einem neuen Stecker-Layout kommt, welches auch 64 PCIe Lanes unterstützen wird. Auch für zukünftige schnelle Verbindungen über USB 3.2 und Netzwerkstandards wie 100 Gigabit-Ethernet ist COM HPC gerüstet. Dazu wird COM HPC zwei neue Hochgeschwindigkeitsstecker mit mindestens 4 × 100 Pins verwenden - in Summe also 800+ Pins. Basis wird zwar Samtecs ADF6/ADM6-Serie sein, allerdings sollen die Reihenabstände noch vergrößert werden und das Endergebnis auch für andere Hersteller nutzbar sein - Single-Source will man hier ganz bewusst vermeiden. Die Zielgruppe für die neuen COM HPC Module ist ganz klar der Factory Floor und andere Einsatzbereiche mit rauen Umgebungsbedingungen. Hier stehen industrielle Szenarien im Vordergrund, bei denen die Module und Carrier-Boards ‚einiges aushalten müssen‘. Im Gegensatz zu klassischen IT-Servern, die für den Gebrauch im geschützten Rechenzentrum oder Serverraum entwickelt wurden, sind Boards auf Basis von COM HPC auch für raue Industrieumgebungen ausgelegt, bieten dort dann aber die Leistungsfähigkeit und Flexibilität typischer IT-Server. Kontron erwartet, dass es Industrial Embedded Server auf Basis von COM HPC in zwei Ausprägungen geben wird: eine leistungsstarke Variante mit Grafik, wie sie von COM Express bekannt ist, und eine Variante ohne Grafik mit deutlich mehr Daten-Lanes für anspruchsvolle Serverkonzepte. ◄ From Edge to Fog to Cloud Kontron wird bis Anfang 2020 auf Basis des COM HPC Standards leistungsfähige Server-Class-Module in das Konzept „From Edge to Fog to Cloud“ ergänzen, zum Beispiel, um die enorme Datenflut, die von Edge Gateways kommt, in Edge Servern zu bewältigen; als Teil einer Embedded Cloud, um KI-Auswertungen nahe an der Datenquelle vornehmen zu können oder um Daten blitzschnell zu filtern, bevor sie in das Rechenzentrum oder eine Public oder Private Cloud weitergeleitet werden. Bei COM HPC arbeitet Kontron mit anderen führenden Herstellern daran, bisher nur von IT-Servern bekannte Leistungsfähigkeit und Flexibilität in das Intelligent Edge zu bringen. Sie werden damit die Basis für digitale Anwendungen nahe an den Ursprung der Daten bilden, unabhängig davon, wie anspruchsvoll die Umgebungsbedingungen sind: ,Servers go embedded and rugged.‘“ 8 PC & Industrie 7/2019

Aktuelles Software Spezialist e-GITS wird Teil der Hamburger Garz & Fricke Gruppe Garz & Fricke GmbH www.garz-fricke.com Die Garz & Fricke Gruppe verstärkt sich zum 31. März 2019 mit dem Software Dienstleister e-GITS GmbH mit Sitz in Stuttgart und Chennai, Indien. e-GITS Gründer Sven Ließ bleibt Geschäftsführer von e-GITS, um gemeinsam mit der Garz & Fricke Geschäftsführung die Entwicklung der Unternehmensgruppe zum führenden One-Stop-Shop-Systemanbieter von HMIs, Verkaufsautomaten und Bezahlsystemen in zentraler Rolle weiter zu begleiten und gleichzeitig den Standort Stuttgart auszubauen. Kundenspezifische Cross- Platform-Applikationen Die Kernkompetenz von e-GITS liegt in maßgeschneiderten Cross Platform Applikationen. Hierzu gehört vor allem das Entwickeln von Graphical User Interfaces (GUI) für embedded IoT-Komponenten in den Zielmärkten Medizintechnik, Industrial Automation, Home Automation und Smart-Vending (vernetzte Verkaufsautomaten). e-GITS ist zudem langjähriger zertifizierter Qt-Partner und bietet entsprechende Trainingspakete nach Kundenvorgaben an. Die Software-Applikationen umfassen embedded, mobile und Desktop- Anwendungen für Betriebs systeme wie Embedded Linux, Windows, Linux, Android und iOS. Hoher Ingenieuranteil Die Garz & Fricke Gruppe beschäftigt einschließlich e-GITS rund 150 Mitarbeiter, darunter ein sehr hoher Anteil an Ingenieuren. Neben der gewachsenen Mitarbeiterzahl ermöglichen auch die zusätzlichen Standorte in Süddeutschland sowie Chennai/Indien künftig eine noch engere Betreuung der Kunden der Gruppe. Das Softwareentwicklungscenter in Indien wird dabei auch weiterhin von Deutschland aus betreut. Produkt- und Dienstleistungsportfolio abgerundet Mit dem Zusammenschluss rundet die Garz & Fricke Gruppe ihr Produkt- und Dienstleistungsportfolio ab. Das Angebot reicht als integrierter Systemanbieter mit Kompetenzen über die gesamte Wertschöpfungskette von Panel PCs über Human Machine Interfaces mit Betriebssystem bis zu Applikationen (GUI), Bezahlsystemen und Cloud- Anwendungen. Manfred Garz, Gründer und Geschäftsführer von Garz & Fricke, sieht die großen Vorteile des Zusammenschlusses für beide Seiten: „e-GITS passt hervorragend zu Garz & Fricke, da unsere Kunden immer häufiger Ready-to-Use Komplettsysteme mit Hard- und Software erwarten. Künftig können wir diesen Anforderungen noch besser entsprechen, denn das sogenannte One-Stop-Shop Konzept ist ein wichtiger Bestandteil der Garz & Fricke Erfolgsgeschichte. Und wir rechnen bereits kurzfristig mit deutlichem Wachstum durch die Integration von e-GITS in die Firmen gruppe, da wir mit dem Unternehmen schon eine längere gute Geschäftsbeziehung pflegen und unter anderem im Bereich Medizintechnik bereits erfolgreich zusammen arbeiten.“ Sven Ließ, Gründer und Geschäftsführer der e-GITS, ergänzt: „Wir freuen uns, mit Garz & Fricke in Zukunft ganzheitliche Hard- und Software-Lösungen anbieten zu können und so das Wachstum von e-GITS fortzuschreiben. Dieser Zusammenschluss bietet uns die Möglichkeit, von kürzeren Entwicklungszeiten zu profitieren – und unseren Kunden innovative Hard- und Software- Lösungen aus einer Hand anbieten. Ich freue mich, diese Entwicklung über die nächsten Jahre weiter aktiv begleiten zu können!“ ◄ Mit einem Klick schnell informiert! • Jetzt NEU: Unser e-paper-Kiosk für noch schnelleren Zugriff auf die aktuellen Hefte • Unsere Fachzeitschriften und Einkaufsführer im Archiv als Download • Aktuelle Produkt-News und ausgewählte Fachartikel aus der Elektronik-Branche • Direkt-Links zu den Herstellern • umfangreiches Fachartikel-Archiv • Optimiert für mobile Endgeräte • Komplettes Archiv der beliebten Kolumne „Das letzte Wort des Herrn B“ aus PC & Industrie Besuchen Sie uns auf: www.beam-verlag.de

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