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8-2025

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Fachzeitschrift für Industrielle Automation, Mess-, Steuer- und Regeltechnik

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EditorialAutomatisierung am digitalen ArbeitsplatzEin Plädoyer für mehr Mutzur digitalen SelbstermächtigungSebastian EberleGeneral Managerdes IT-BeratungsunternehmensAdlon Intelligent Solutions GmbHwww.adlon.deDie digitale Transformation hat längst den Status eines Buzzwords hinter sich gelassen.Sie ist Realität. Sie verändert unsere Arbeitswelt. Doch während viele Unternehmenin moderne IT-Infrastrukturen investieren, bleibt ein entscheidender Hebel ungenutzt:Die Automatisierung alltäglicher Prozesse am digitalen Arbeitsplatz.Plattformen wie Microsoft Power Automate ermöglichen es, wiederkehrende Aufgabenohne tiefgreifende Programmierkenntnisse zu digitalisieren – sei es der Urlaubsantragoder eine Mängelmeldung. Es ist noch viel Papier und umständliche Handarbeit im Spiel.Ganz zu Schweigen von unnötigen Wegen und Wartezeiten.Laut einer Studie des Vodafone Instituts könnten durch konsequente Digitalisierungbis 2035 rund 1,5 Millionen Arbeitskräfte ersetzt oder umverteilt werden – mit enormemPotenzial für Effizienz und Innovation.Doch Automatisierung ist kein Selbstläufer. Sie braucht eine Unternehmenskultur, dieDigitalisierung nicht als IT-Projekt, sondern als kontinuierlichen Verbesserungsprozessversteht. Viele Unternehmen setzen daher auf Citizen Development – also die Befähigungvon Fachanwendern, ihre Prozesse selbst zu gestalten. Empowerment statt Abhängigkeitvon internen IT-Ressourcen.Sicherheit, KI und digitale Teilhabe – die neuen SpielregelnAutomatisierung darf jedoch nicht auf Kosten der Sicherheit gehen. Gerade im Zeitalterhybrider Arbeitsmodelle ist ein „Security First“-Ansatz bezogen auf Technologie undMensch unerlässlich.Gleichzeitig erleben wir mit KI-gestützten Tools eine neue Stufe der Automatisierung.Sie unterstützen bei der Content-Erstellung, Datenanalyse oder Organisation. Dochauch hier gilt: Ohne IT- und KI-Governance steigt das Sicherheitsrisiko für die Werte(Entwicklungsdaten, Personenbezogene Daten, …) des Unternehmens. Daher giltes zügig die Rahmenbedingungen zu schaffen und alle Mitarbeiter darin zu schulen.Nur wer versteht, wie man mit KI sicher arbeitet wird ihr Potenzial voll ausschöpfenkönnen. Und: Verantwortungsvolle Unternehmen, die nicht nur auf Effizienz, sondernauch auf Suffizienz in Sachen KI setzen, werden den Produktivitätsbooster nochschneller erleben.Ein oft übersehener Aspekt ist die digitale Kluft innerhalb der Unternehmen. Frontline-Mitarbeitende, also jene in Produktion, Lager oder Außendienst, haben häufig keinenZugang zu digitalen Ressourcen. Das ist nicht nur ein Kommunikationsproblem, sondernein strategisches Risiko. Denn ohne digitale Teilhabe bleiben Wissen, Innovationskraft undMotivation auf der Strecke. Die Lösung liegt nicht in der Ausstattung jedes Mitarbeitendenmit einem Laptop, sondern in einem neu gedachten digitalen Arbeitsplatz: mobil, sicher,rollenbasiert – und auf das Wesentliche reduziert. Self-Service-Portale, mobile Apps unddigitale Wissensdatenbanken sind erste Schritte in diese Richtung. Sie ermöglichen esMitarbeitenden, unabhängig von Zeit, Ort oder Gerät produktiv zu sein – und stärkengleichzeitig die Unternehmenskultur.Der digitale Arbeitsplatz der Zukunft ist nicht nur effizienter, sondern auch inklusiver,sicherer und intelligenter. Automatisierung ist dabei kein Selbstzweck, sondern ein Mittelzur Selbstermächtigung – für Mitarbeitende, Teams und ganze Organisationen. Werdiesen Wandel aktiv gestaltet, indem er mutig seine Mitarbeiter befähigt, wird nicht nurproduktiver, sondern auch resilienter in einer zunehmend komplexen Welt.Sebastian EberlePC & Industrie 8/2025 3

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